Ratgeber
Die besten Dankbarkeitstagebuch-Apps 2026 im Vergleich
Ein Dankbarkeitstagebuch ist eine der einfachsten Gewohnheiten überhaupt: abends ein paar gute Dinge vom Tag aufschreiben. Schwierig ist nur, dranzubleiben. Die meisten hören nicht aus Zeitmangel auf, sondern weil sich die Einträge irgendwann alle gleich anhören.
Hier sind sieben Apps fürs iPhone, die das Thema ganz unterschiedlich angehen. Zu jeder steht, was sie am besten kann, für wen sie passt und was sie kostet.
Offenlegung: Unrepeat ist unsere eigene App. Wir haben versucht, sie genauso nüchtern zu beschreiben wie die anderen. Alle Angaben zu den übrigen Apps stammen von ihren Seiten im App Store (Stand Oktober 2026). Preise und Funktionen können sich ändern, schau vor einem Abo also kurz im App Store nach.
Der schnelle Überblick
| App | Am besten für | Kosten |
|---|---|---|
| Unrepeat | Tagebücher, die sich nur noch wiederholen | Abo, Jahresabo mit 7 Tagen gratis |
| Five Minute Journal | Eine geführte Morgen- und Abendroutine | Kostenloser Download, Premium per Abo |
| Gratitude: Self-Care Journal | Dankbarkeit plus Affirmationen und Vision Boards | Kostenloser Download, Pro per Abo |
| Gratitude Plus | Dankbarkeit mit Familie und Freunden teilen | Kostenlos nutzbar, Premium optional |
| Ein guter Plan | Kostenlos, auf Deutsch, mit Achtsamkeits-Check | Kostenlos, ohne Werbung |
| Day One | Ein ganzes Tagebuch mit Fotos, nicht nur Dankbarkeit | Kostenlos mit unbegrenzt vielen Einträgen, Premium optional |
| Apple Journal | Kostenlos und fürs iPhone gemacht | Kostenlos |
Woran man eine gute Dankbarkeits-App erkennt
Vor der Liste kurz, worauf wir geachtet haben:
- Wenig Aufwand. Dauert ein Eintrag länger als ein paar Minuten, überlebt die Gewohnheit selten eine stressige Woche.
- Konkret statt allgemein. Jeden Tag „meine Familie“ nutzt sich ab. Die App sollte dabei helfen, aufzuschreiben, was heute wirklich passiert ist.
- Erinnerungen, die helfen. Ein freundlicher Hinweis zur richtigen Zeit entscheidet oft zwischen Gewohnheit und gutem Vorsatz.
- Privatsphäre. Dankbarkeitseinträge sind persönlich. Man sollte wissen, wer sie sehen kann.
1. Unrepeat
Unrepeat hat eine einzige Regel: drei gute Dinge pro Tag, und keins darf einen früheren Eintrag wiederholen, auch nicht mit anderen Worten. Die App vergleicht jeden neuen Eintrag mit allem, was du je geschrieben hast, und zwar nach Bedeutung statt nach Wortlaut. „Leckerer Cappuccino“ wird erkannt, wenn du schon einmal „Guter Kaffee“ geschrieben hast, obwohl kein Wort gleich ist. Dann bekommst du einen kurzen Anstoß, der dir hilft, das Besondere an heute zu finden.
Die Idee dahinter: Wenn die Standardantworten nicht mehr zählen, achtest du schon tagsüber auf die kleinen Momente, die sonst untergehen.
- Besonders: Wiederholungsschutz nach Bedeutung in drei Strenge-Stufen, Anstoß bei Schreibblockade, eine Serie, die einen verpassten Tag verzeiht, Verlauf und Einblicke in acht Lebensbereiche, Neuanfang nach ein paar Monaten.
- Gut zu wissen: nur fürs iPhone (ab iOS 17), Anmeldung mit Apple oder Google, in neun Sprachen.
- Kosten: Abo, entweder jährlich mit 7 Tagen gratis oder monatlich.
- Passt zu dir, wenn: du schon einmal ein Dankbarkeitstagebuch angefangen und wieder aufgehört hast, weil es sich wiederholt hat.
2. Five Minute Journal
Die App zum bekannten Five Minute Journal führt dich morgens und abends mit festen Fragen durch eine kurze Routine. Eine leere Seite gibt es nicht.
- Besonders: geführte Fragen für morgens und abends, Erinnerungen, Sperre per Code oder Face ID. Premium bringt unter anderem Fotos, Stimmungsverlauf, eigene Fragen und Export.
- Kosten: kostenloser Download, Premium-Funktionen per Abo.
- Passt zu dir, wenn: du klare Struktur magst und Dankbarkeit als festen Teil deiner Morgen- und Abendroutine willst.
3. Gratitude: Self-Care Journal
Gratitude ist eher ein Selbstfürsorge-Werkzeugkasten als ein reines Tagebuch. Neben dem Dankbarkeitstagebuch gibt es Affirmationen, Vision Boards und täglich Zitate und kurze Geschichten.
- Besonders: Tagebuch mit Fragen, Einträge mit Fotos und Sprachaufnahmen, Serien, Affirmationen zum Lesen oder Anhören, Vision Boards.
- Kosten: kostenloser Download, Pro per Abo.
- Passt zu dir, wenn: du Dankbarkeit, Affirmationen und Ziele in einer App haben willst.
4. Gratitude Plus
Gratitude Plus bringt eine soziale Seite mit: Neben dem privaten Tagebuch kannst du „Gratitude Circles“ mit Partner, Familie oder Freunden anlegen und teilen, wofür ihr dankbar seid. Dazu kommt ein öffentlicher Feed, in dem du anderen Mut machen kannst.
- Besonders: privates Tagebuch mit Fragen, gemeinsame Kreise, öffentlicher Feed, Affirmationen, Stimmungsverlauf und Auswertungen.
- Kosten: kostenlos nutzbar, Premium optional.
- Passt zu dir, wenn: dir eine Gewohnheit leichter fällt, sobald andere mitmachen.
5. Ein guter Plan
Die App vom Verlag hinter den Ein-guter-Plan-Kalendern verbindet ein Dankbarkeitstagebuch mit einem kurzen täglichen Achtsamkeits-Check. Sie ist auf Deutsch und laut Store komplett kostenlos und ohne Werbung.
- Besonders: „Achtsamkeitsampel“ für acht Bereiche wie Schlaf, Laune und Bewegung, Dankbarkeitstagebuch, Pinnwand mit allen bisherigen Einträgen, Gedanke des Tages, Erinnerung mit Klangkulisse.
- Kosten: kostenlos.
- Passt zu dir, wenn: du eine deutschsprachige, kostenlose App suchst, die Dankbarkeit mit einem Blick aufs eigene Wohlbefinden verbindet.
6. Day One
Day One ist keine Dankbarkeits-App, sondern eine der bekanntesten Tagebuch-Apps überhaupt. Sie passt, wenn Dankbarkeit nur ein Teil eines größeren Tagebuchs mit Fotos, Orten und längeren Einträgen sein soll.
- Besonders: unbegrenzt viele Texteinträge kostenlos, Verschlüsselung, Schreibanstöße, Rückblicke („An diesem Tag“), mehrere Tagebücher. Premium schaltet mehr Medien und Extras frei.
- Kosten: kostenlos mit unbegrenzt vielen Einträgen, Premium per Abo.
- Passt zu dir, wenn: du über mehr als Dankbarkeit schreiben willst.
7. Apple Journal
Apples eigene Journal-App ist kostenlos und fürs iPhone gemacht. Sie schlägt Momente aus deinen Fotos, Orten und Workouts zum Aufschreiben vor und bietet Fragen zum Nachdenken, auch zur Dankbarkeit.
- Besonders: Vorschläge aus deinem Tag, Reflexionsfragen, Serien, Abgleich über iCloud.
- Kosten: kostenlos.
- Passt zu dir, wenn: du Tagebuchschreiben ausprobieren willst, ohne etwas zu bezahlen.
Und das 6-Minuten-Tagebuch?
Das 6-Minuten-Tagebuch ist ein gedrucktes Buch zum Ausfüllen und keine App. Wer das Prinzip mit festen Fragen am Morgen und am Abend aufs iPhone holen will, findet es am ehesten beim Five Minute Journal.
Welche App passt zu dir?
- Du willst eine Routine mit klaren Schritten: Five Minute Journal.
- Du willst es gemeinsam mit anderen machen: Gratitude Plus.
- Du willst auch Affirmationen und Vision Boards: Gratitude: Self-Care Journal.
- Du willst eine kostenlose deutsche App: Ein guter Plan.
- Du willst ein ganzes Tagebuch: Day One oder Apple Journal.
- Dein Dankbarkeitstagebuch sagt jeden Tag dasselbe: Unrepeat.
Woher die Idee mit den „drei guten Dingen“ kommt
Abends drei gute Dinge aufzuschreiben ist eine klassische Übung aus der Positiven Psychologie. In einer Studie von Martin Seligman und Kollegen aus dem Jahr 2005 waren Teilnehmende, die sie eine Woche lang gemacht haben, danach glücklicher, und der Effekt war auch Monate später noch messbar. Egal welche App du nimmst: Am meisten bringt die Übung, wenn du etwas Konkretes von heute aufschreibst statt jeden Abend dieselben allgemeinen Dinge.